Donnerstag, 30. Januar 2014 | By: maran79

Göttlich verdammt von Josephine Angelini

- Griechische Tragödie in unsere Zeit versetzt -








Helen lebt auf der kleinen Insel Nantucket. Da ihre Mutter sie relativ früh verlassen hat, bleiben ihr nur ihr Vater Jerry und ihre besten Freunde Claire und Matt. Schon ihr ganzes Leben lang fühlt das junge Mädchen sich anders, kann aber nicht genau benennen warum, bis die Großfamilie Delos aus Spanien nach Nantucket zieht. Ein Blick auf diese Leute und sie weiß: Sie ist außergewöhnlich, denn diese Menschen hüten das gleiche Geheimnis wie sie.







Ganz ehrlich?  Das Cover alleine brachte mich dazu die Bücher lesen zu wollen. Als ich den Schuber dann in den Händen hielt dachte ich die ganze Zeit nur: WOW!  Das Aussehen, die Faben, ich finde den Schuber rundum gelungen.





Junges Mädchen lebt beim Vater und erfährt, dass die Familie Delos nach Nantucket zieht. Sie sind so wunderschön, dass jeder von ihnen schwärmt, besonders von den Jungen, die bald auf die gleiche Schule gehen werden. Helen selbst ist ziemlich introvertiert, aber so wunderschön, dass sie die Aufmerksamkeit von Lucas Delos erringt. Plötzlich wird sie angegriffen und ihr Leben ist in Gefahr. Die Delos-Mitglieder wechseln sich mit der Bewachung ab, um ihr Leben zu schützen.

All diese Punkte erinnern mich stark an Twillight, aber die Geschichter hinter der Göttlich-Reihe ist, wie keine andere zuvor. Es geht um die Sconi, Abkömmlinge der Götter. Helen ist eine Halbgöttin. Sie ist übermäßig stark, schnell, wunderschön und unsterblich in Lucas verliebt. Was die Sache nicht ganz so einfach macht, ist der Fluch der Furien. Es gibt vier besondere Häuser (Familien)  und die Häuser bekämpfen sich untereinander. Das alles hat mit dem trojanischen Krieg zu tun. Weil darin Halbgötter und Menschen umkamen, wurden die Sconi dazu verdammt einander bis in alle Ewigkeit zu bekämpfen. Es wird immer der gleiche Typ geboren, es kann also durchaus vorkommen, dass der Vater einer verfeindeten Familie aussieht wie der eigene Sohn.
Helen besitzt das wunderschöne Antlitz von Aphrodite, aber auch einige ihrer besonderen Fähigkeiten. Vor Jahrtausenden war sie Helena von Troja , die sich in Paris verliebte und dadurch einen großen Krieg auslöste. Zudem ist sie die einzige, die in den Hades hinabsteigen kann, also ist nur sie in der Lage die Sconi von dem grausamen Fluch der Furien zu befreien, der sie zwingt ihre Liebsten bekämpfen und töten zu wollen.
Bei ihrer ersten Begegnung hassen Helen und Lucas sich bis aufs Blut weil die Furien sie dazu zwingen. Als sie einander jedoch das Leben retten, wird die Blutschuld beglichen und sie können endlich normal miteinander umgehen. Dabei wird ihnen bewusst, wie stark sie füreinander empfinden. Nicht umsonst trägt Helen das Antlitz Helenas von Troja und Lucas das Gesicht ihres Geliebten Paris.
Plötzlich taucht Helens langjährig verschollene Mutter Daphne auf und nimmt ihnen mit wenigen Worten jegliche Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft, denn sie verrät den beiden, dass Helen und Lucas Cousin und Cousine sind.





Zu Beginn war ich sehr skeptisch. Der Anfang ist auch schrecklich geschrieben, ich bin aus dem Geblubber zwischen Helen und ihrer besten Freundin Claire nicht schlau geworden und dachte schon, die ganze Reihe wäre grottenschlecht. Ich fand es auch nicht gerade taktisch die Geschichte mit einem belanglosen Gespräch zwischen zwei Freundinnen beginnen zu lassen und das hat sich den ganzen Anfang über gehalten. Alles las sich so "typisch", mit der Schule, mit dem tollen Jungen, sie selbst zieht wegen ihrer Unsicherheit die Schultern ein, ist gleichzeitig aber wunderschön.
Dann jedoch, als mir bewusst wurde, was hinter dieser Geschichte steckt, fing ich an Spaß zu haben, denn ich hab bisher nichts vergleichbares gelesen. Die Charaktere in Göttlich verdammt sind einfach zum gernhaben. Da gibt es Hector, der nichts anbrennen lässt, jedoch einen sehr tiefsinnigen Charakter besitzt. Lucas, der die Leser natürlich zum Schwärmen bringt. Eigentlich die ganze Delos-Familie. Alles las sich vertraut und heimelig, man hatte ein warmes Gefühl, wenn Helen bei dieser Großfamilie zu Besuch war.
Auf der anderen Seite bekam ich als Leserin einen Einblick auf die Gegenseite Helens vermittelt. Der Antagonist hätte mehr Charakter und Tiefe haben können. Es wurde geschrieben, dass alle Sconi wunderschön wären, dann jedoch beschrieb Helen ihn als hässlich, mit Pockennarben. Von ihm hätte ich mir mehr Intrigen gewünscht, mehr Infos über seine Person.
Jetzt, wo ich alle Teile gelesen habe, ist mir bewusst, dass ich im ersten Buch noch gar nicht geahnt habe, was alles mit dieser Geschichte auf mich zukommen wird, denn es beginnt so "normal" und nimmt mehr und mehr Fahrt.
Zu dem Schreibstil kann ich sagen, dass er einfach zu lesen ist. Einige Sätze waren nicht klug gewählt, da Wörter sehr häufig doppelt vorkamen, was man eigentlich vermeiden sollte.
Wegen dem sehr holprigen Start bekommt die Reihe einen Stern Abzug. Ich vergebe für Göttlich verdammt eine Leseempfehlung und 4/5












3 Kommentare:

Micha hat gesagt…

Hallo,

mir hat die Trilogie super gefallen und ich finde den Schuber sooo hübsch. Leider habe ich schon die Einzelbände... :)

Lg
Micha

maran79 hat gesagt…

Micha, die einzelnen Bände sind wunderschön mit dem Cover. Obwohl ich den Schuber liebe, hätte ich mir auf den Büchern mehr als nur diese grüne Farbe gewünscht. In dem Fall der Göttlich-Reihe hat mich das Aussehen der Bücher geködert und erst danach die Geschichte ^.^
lg Maran

Micha hat gesagt…

Also ich finde das es so passt, im Schuber ist ja hinten auch noch ein Bildchen. :) Ich bin eh so ein kleiner Cover-Junkie, ich geh immer zuerst nach dem Aussehen xD

Lg
Micha

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