Dienstag, 7. Januar 2014 | By: maran79

Die Auslese von Joelle Charbonneau

-Wem kannst du vertrauen?-






Die Auslese! Für jeden Schüler die Möglichkeit zu einem Aufstieg, denn nur die Kandidaten, die die Auslese bestehen, dürfen auf die begehrte Universität und erhalten die Möglichkeit zu Anführern zu werden.
Als Cia für die Auslese bestimmt wird, glaubt sie zuerst an Glück, bis ihr bewusst wird, was diese sie kosten kann.










Nach den Sieben Stadien des Krieges hat sich das Weltbild verändert. Nur langsam kann die von Bomben kontaminierte Erde wieder urbar gemacht werden. Große Teil sind immer noch verstrahlt und bringen den Tod.
Cias Vater kümmert sich in der Kolonie Five Lakes um diese Aufgabe. Man merkt sofort, dass Cia durch ihn das Wissen um verschiedene Pflanzen und Gifte besitzt. Auch sonst ist es für die Menschen in dieser Dystopie sehr wichtig sich ihrer Umwelt bewusst zu sein, denn Unwissenheit bring den Tod.
Da ihr Vater bereits die Auslese bestanden hat, erhält sie von ihm den Rat niemandem zu vertrauen. Qualvolle Alpträume, zu verschwommen um sie zu begreifen, plagen ihn seit dieser Zeit. Deswegen ist er alles andere als erfreut als Cia für die Auslese ausgewählt ist.

Als dann endlich der Tag der Aufbruchs gekommen ist, verlässt Cia mit drei weiteren Kandidaten die Kolonie. Im Zug freundet sie sich mit dem jungen Tomas an. Der Rat ihres Vaters nagt an ihr, aber sie vertraut sich dem jungen Mann an.

Sehr interessant war der Charakter Michal. Obwohl er nicht viele Auftritte in dem Buch hatte, so habe ich den Eindruck gewonnen, dass er in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird. Cia gegenüber benimmt er sich freundlich und hilft ihr sogar. Den Grund kenne ich icht, ich kann es nur vermuten, aber das wird vielleicht in den nächsten Teilen geklärt werden.

Die Universität habe ich mir als düsteren Bau vorgestellt. Bereits zu Beginn merkt man, wie groß die Konkurenz zwischen den Mitgliedern der Aulese ist. Der Druck wird sogar so groß, dass manche zu unfairen Mittel wie Gift greifen oder sich selbst das Leben nehmen.
Obwohl in der ersten Hälfte des Buches die schriftlichen Prüfungen abgelegt werden, so empfand ich das Buch in keinem Moment als langweilig. Vielleicht auch deswegen, weil Cia sich der ständigen Gefahr bewusst war, die jeden treffen kann wenn er versagt.

Als die praktische Prüfungen beginnen, gewinnt die Geschichte nochmal an Fahrt. Völlig auf sich alleine gestellt, müssen die übriggebliebenen Kandidaten nicht nur gegen die giftige Vegetation und die mutierten Raubtiere ankämpfen, sondern auch gegeneinander. Siebenhundert Meilen müssen sie bewältigen um das Ziel zu erreichen. Sehr viele Kandidaten sind so von Ehrgeiz zerfressen die Auslese zu bestehen, dass sie anderen sogar den Tod bringen um die Chancen zu erhöhen.

Cia ist bereit sich zu verteidigen, aber nicht, für einen Platz in der Universität das Leben anderer zu nehmen. Das hat mir an ihr sehr gefallen. Man bekommt einen guten Eindruck von ihrer Art zu denken und zu handeln. Auch wird sehr gut beschrieben, wie bedacht sie vorgeht um Probleme zu lösen. Anderen, die hilfebedürftig sind, lässt sie Hilfe zukommen, ist jedoch stets auf der Hut.




Sehr viele Rezensionen mäkeln den Vergleich zu Die Tribute von Panem an. Auf der anderen Seite wurde bei Panem der Vergleich zu dem japanischen Film Battle Royale aufgegriffen. Den Film dazu habe ich mir angesehen, das Setting ist gleich, aber ich fand "Die Auslese" besser von der Beschreibung. Kann aber auch sein, dass es bei Panem im Buch besser erklärt wird.
Die Auslese mit Panem zu vergleichen ist wie:  Ich hab heute ein Zombiefilm gesehen. Vorgestern lief ein anderer. In beiden Versionen wurde die Menschheit dezimiert und die Zombies konnten nur durch Kopfschuss getötet werden. Wie können die nur so dreist kopieren!
Außerdem wurden derartige Kämpfe auf Leben und Tod bereits im alten Rom geführt. Ich zumindest fand "Die Auslese" besser ausgearbeitet.




Die Auslese gehört für mich zu den besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Die Geschichte um Cia war zu keiner Zeit langweilig. Ganz kurz am Anfang wurde auf mehreren Seiten die Wörter "Meine Mutter" verwendet , aber das ist Meckern auf höchstem Niveau und ein Einzelfall gewesen.
Ich musste mich dazu bringen das Buch zu unterbrechen und die Nacht nicht zum Tag zu machen. Gelesen habe ich das e-book innerhalb von zwei Tagen.
Weil es mir so gut gefiel, bekommt Die Auslese von mir 5/5 Marken, sowie einen Platz in der Rubrik:     




und ein 

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